Kultur, Literatur, Musik und Theater

Georgisch-Swanetische Gesangswoche

16.06.2018 – 23.06.2018

Der georgische Polyphon-Gesang wurde 2001 in die erste UNESCO-Liste der "Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit" aufgenommen. Er zählt somit zu den kostbarsten Schöpfungen der Menschheit. Die archaischen Tonfolgen der georgischen Lieder und Choräle sind schlicht und entfalten in der Mehrstimmigkeit von drei bis vier eigenständigen Stimmen eine außergewöhnlich komplexe Harmonie, Spannung und Intensität.

Mit der Gesangslehrerin Nana Mzhavanadze aus Tiflis lernen wir verschiedene traditionelle georgische Lieder kennen, so zum Beispiel aus Swanetien, einer der entlegensten Regionen des Hohen Kaukasus. Der Zauber einer uralten Kultur weht durch die Gänge und den Park der Nordsee Akademie und verbindet für Momente Orient und Okzident, Europa und Asien vor Ort.

Die Musikethnologin Nana Mzhavanadze erhielt Ihre Ausbildung am Konservatorium von Tiflis und spezialisierte sich sowohl auf die traditionellen weltlichen Gesänge als auch auf den Schatz des geistlichen Liedguts, das zu Sowjetzeiten verboten war. Als Sängerin wurde sie international bekannt mit dem Frauenvokalensemble Sathanao aus Tiflis.

Frank Scherbaum beschäftigt sich als ausgebildeter Seismologe und Hobby-Musiker seit mehreren Jahrzehnten mit Klängen aller Art, hörbaren und unhörbaren. Seit 2011 beschäftigt er sich mit traditioneller georgischer Vokalmusik und verbindet seine Faszination für diese Musik mit wissenschaflticher Neugierde und Expertise.

Was die Georgier singen ist wichtiger als alle Neuentdeckungen der modernen Musik. Es ist unvergleichlich und einfach. Ich habe nie etwas Besseres gehört! Igor Strawinsky (1882-1971)

Flyer Georgische Gesangswoche
Singen in Swanetien

Auf einen Blick

  • Anfahrt: Anfahrtskizze
  • ÖPNV: LECK – Carlsburg/Nordsee Akademie
  • Referenten: Nana Mzhavanadze und Frank Scherbaum
  • Preis: 696,00 € im Einzelzimmer / 625,00 €im Doppelzimmer