NS-Tatorte an der schleswig-Holsteinischen Westküste kennenlernen und ihre Bedeutung für heute verstehen
Dieses Seminar ist als Bildungsurlaub anerkannt in:
- Schleswig-Holstein (Folgeanerkennung wird beantragt)
- Hamburg (Folgeanerkennung wird beantragt)
- Niedersachsen (Folgeanerkennung wird beantragt)
- Berlin (gültig bis 06.09.2029) zum Download
- Hessen (Folgeanerkennung wird beantragt)
- Brandenburg (Folgeanerkennung wird beantragt)
- Für weitere Bundesländer prüfen wir gern die Anerkennung, wenn bis zum Seminarbeginn noch mindestens vier Monate Zeit ist.
Alternativ können Sie auch mit der Anerkennung aus Schleswig-Holstein auf Ihre Personalabteilung zugehen – oft genügt ein offenes Gespräch mit den Personalmitarbeitenden für die Zustimmung. Die Teilnahme ist auch ohne Bildungsurlaubsanspruch möglich.
Entlang der schleswig-holsteinischen Westküste gibt es zahlreiche Orte, die an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnern: zum Beispiel der Historische Lernort Neulandhalle, die KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing oder die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund. Im Seminar erkunden wir diese Schauplätze gemeinsam und setzen uns intensiv mit ihrer Geschichte, der Aufarbeitung und ihrer heutigen Rolle auseinander. Dabei rücken wir Fragen nach der Gestaltung von Erinnerungskultur, dem Umgang mit Opfer- und Täterorten sowie der Verantwortung gegenüber künftigen Generationen in den Mittelpunkt. Wir betrachten aktuelle Erscheinungsformen des Rechtsextremismus sowie antidemokratische Strömungen und beleuchten die Rolle staatlicher Institutionen wie der nordfriesischen Gesundheitsämter im Nationalsozialismus – uns leitet dabei die zentrale Frage nach einer kritisch-reflexiven Erinnerungskultur heute und unseren persönlichen Handlungsspielräumen, um uns für ein demokratisches Miteinander zu engagieren.
Weite Infos zum Seminarablauf folgen
Flyer mit Stundenplan und Themen - folgt
Seminarleitung
Charlotte Haugg ist Historikerin und pädagogische Mitarbeiterin in der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing. Als Projektleiterin von „Mehr als Vergangenheit“ führte sie von 2020 – 2022 Fortbildungsreihen und Summerschools zur Schulung von Multiplikator*innen an den nordfriesischen Gedenkstätten durch. Zentrales Thema in ihrer Arbeit ist für sie die Frage, wie an historischen Orten mit NS-Bezug eine lebendige und nachhaltige Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten stattfinden kann.
Philipp Cordts ist pädagogischer Mitarbeiter in der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Beschäftigung mit der Frage: „Was hat die NS-Vergangenheit mit unserer heutigen Gesellschaft zu tun?“
Zielgruppe
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen – unabhängig von ihrem beruflichen Hintergrund, ihrer Erfahrung oder ihrem aktuellen Wissensstand. Wir heißen Personen aus unterschiedlichen Bereichen willkommen, sei es Berufstätige, Fachkräfte aus Bildungskontexten, Studierende, Akademiker*innen oder Personen, die sich erstmalig mit diesem Thema auseinandersetzen.
Unser Ziel ist es, eine offene und einladende Umgebung zu schaffen, in der der Austausch verschiedener Perspektiven und Erfahrungen gefördert wird. Diese Veranstaltung bietet die Gelegenheit, voneinander zu lernen und sich miteinander zu vernetzen.
Ausschlussklausel
Wir behalten uns vor, von dem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Hinweis zur Barrierefreiheit & Seminarorganisation
Bitte beachten Sie, dass diese Veranstaltung nicht barrierefrei ist. Die Örtlichkeiten können möglicherweise Herausforderungen für Personen mit eingeschränkter Mobilität darstellen. Es kann erforderlich sein, Treppen zu benutzen oder Strecken zurückzulegen, die nicht für z.B. Rollstühle oder andere Mobilitätshilfen geeignet sind. Teilnehmende sollten in der Lage sein, längere Strecken zu Fuß zurückzulegen und Treppen zu bewältigen. Wenn das für Sie eine Hürde darstellt oder Sie Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie uns bitte im Voraus, dann finden wir eine gemeinsame Lösung.
Kosten: Für einige Exkursionen bitten wir darum, Fahrgemeinschaften mit den privaten PKW´s zu bilden (Fahrtkostenerstattung im Rahmen des BRKG möglich), für andere ist ein Reisebus angemietet. Der Restaurantbesuch am Mittwochabend sowie die Möglichkeit in Husum ein Leihfahrrad zu nutzen sind selbst zu zahlen. Alle Eintritte sind im Seminarpreis enthalten.
Kooperation
Das Seminar ist eine Kooperation zwischen der Internationalen Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg, der Nordsee Akademie, der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing, der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund sowie dem Historischen Lernort Neulandhalle.
Titelbild: Bildrechte Philipp Cordts
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Kooperationspartner: https://kz-gedenkstaette-ladelund.de/ -
Kooperationspartner: https://kz-gedenkstaette-husum-schwesing.de/ -
Kooperationspartner: https://lernort-neulandhalle.de/
Der Teilnahmepreis ist abhängig von der beantragten Förderung und wird noch bekannt gegeben. Gern können Sie sich bereits jetzt unverbindlich für das Seminar anmelden.
Neben der Nordsee Akademie befindet sich ein Schwimmbad mit Sauna. Unsere Gäste können während der Veranstaltung dieses Angebot frei nutzen.