Politische Bildung

Mit den Ahnen in die Forschung: Genealogische Zugänge zu Nationalsozialismus, Erinnerungskultur und demokratischer Verantwortung 10/2027

Bildungsurlaub
04.10.2027 bis 08.10.2027 Plätze frei

Mit den Ahnen in die Forschung: Genealogische Zugänge zu Nationalsozialismus, Erinnerungskultur und demokratischer Verantwortung.

Das Seminar befindet sich derzeit in Planung.


Dieses Seminar wird als Bildungsurlaub beantragt in:

  • Schleswig-Holstein 
  • Hamburg 
  • Niedersachsen 
  • Berlin 
  • Hessen 
  • Für weitere Bundesländer prüfen wir gern die Anerkennung, wenn bis zum Seminarbeginn noch mindestens vier Monate Zeit ist.
    Alternativ können Sie auch mit der Anerkennung aus Schleswig-Holstein auf Ihre Personalabteilung zugehen – oft genügt ein offenes Gespräch mit den Personalmitarbeitenden für die Zustimmung.
  • Die Teilnahme ist auch ohne Bildungsurlaubsanspruch möglich.

Sie interessieren sich für dieses Seminar? Lassen Sie sich gerne unverbindlich vormerken (Anmeldeformular unten). Weitere Informationen zum Seminarpreis, zu möglichen Anerkennungen und zur konkreten Durchführung veröffentlichen wir zeitnah.

Worum geht es?

Wer waren unsere Vorfahren, und welche Rolle spielten sie während der Zeit des Nationalsozialismus? Welche Spuren haben sie hinterlassen, und was können wir heute noch über ihr Leben, ihre Überzeugungen und ihr Handeln herausfinden?

Die Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte wirft Fragen auf, die weit über die persönliche Herkunft hinausgehen. Sie berührt grundlegende gesellschaftspolitische Themen: Wie erinnern wir uns an die NS-Zeit? Wie gehen Familien mit Schuld, Verantwortung und Verdrängung um? Und was bedeutet diese Geschichte für unser Zusammenleben heute?

In diesem Seminar erhalten Sie eine Einführung in die Genealogie (Familiengeschichtsforschung) mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Zeit des Nationalsozialismus. Ausgehend von der eigenen Familiengeschichte erkunden wir Möglichkeiten, die Vergangenheit zu erforschen, historische Zusammenhänge zu verstehen und bislang unbekannte Aspekte der Familiengeschichte aufzudecken. Dabei richten wir auch den Blick auf Nordfriesland und den nördlichen Teil Schleswig-Holsteins.

Spuren suchen, Quellen verstehen

Welche Quellen stehen für die Familiengeschichtsforschung zur Verfügung? Wo lassen sich Informationen finden, und wie gehen wir mit historischen Dokumenten, persönlichen Aufzeichnungen und widersprüchlichen Überlieferungen um?

Gemeinsam beschäftigen wir uns mit den Möglichkeiten der historischen Recherche und lernen, Quellen kritisch zu betrachten: Wie und unter welchen Umständen sind sie entstanden? Wer hat sie verfasst, in welchem Kontext und möglicherweise mit welcher Absicht? Welche Aussagen lassen sich daraus ableiten – und wo liegen die Grenzen unserer Erkenntnisse?

Denn historische Dokumente erzählen nicht einfach die ganze Geschichte. Sie müssen geprüft, hinterfragt und in ihren jeweiligen historischen Zusammenhang eingeordnet werden.

Die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit in der eigenen Familie kann herausfordernd sein. Vielleicht finden sich Hinweise auf Mitwirkung und Anpassung, auf Verfolgung und Widerstand oder auf Menschen, über deren Vergangenheit kaum gesprochen wurde. Nicht immer lassen sich offene Fragen eindeutig beantworten. Umso wichtiger ist es, zwischen belegbaren Tatsachen, Vermutungen und familiären Erzählungen zu unterscheiden.

Was hat unsere Familiengeschichte mit der Gegenwart zu tun?

Die persönliche Spurensuche führt zu Fragen, die auch heute aktuell sind: Wie entstehen Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit? Welche Rolle spielen Mitläufertum, Wegsehen und Zivilcourage? Wie gehen wir mit überlieferten Familienerzählungen um, und wie können wir Verantwortung übernehmen, ohne vorschnell über frühere Generationen zu urteilen?

Die Beschäftigung mit der NS-Zeit eröffnet die Möglichkeit, eigene Sichtweisen zu hinterfragen, historische Kontinuitäten und Brüche zu erkennen und sich mit den Voraussetzungen und Folgen gesellschaftlicher Entwicklungen auseinanderzusetzen. Sie lenkt den Blick auf die Bedeutung von Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlicher Verantwortung.

So wird Familiengeschichte zu einem Zugang zur Geschichte unserer Gesellschaft – und zur Frage, welche Lehren wir aus der Vergangenheit für unser heutiges Zusammenleben ziehen können.

Was nehmen Sie aus dem Seminar mit?

Ziel des Seminars ist es, Ihnen grundlegende Kenntnisse und praktische Anregungen für die eigene Familiengeschichtsforschung zu vermitteln. Sie erhalten:

  • eine Einführung in Methoden und erste Schritte der genealogischen Recherche,
  • einen Überblick über wichtige Entwicklungen der NS-Zeit mit regionalem Schwerpunkt auf Nordfriesland und dem nördlichen Schleswig-Holstein,
  • Einblicke in geeignete Quellen, Archive und weitere Anlaufstellen,
  • Anregungen zum kritischen Umgang mit historischen Dokumenten und deren Aussagekraft,
  • Ideen und konkrete Ansatzpunkte, um Ihre eigene Recherche nach dem Seminar selbstständig fortzusetzen.

Für wen ist das Seminar geeignet?

Alle Interessierten sind herzlich willkommen – unabhängig von ihrem beruflichen Hintergrund, ihren Vorkenntnissen oder bisherigen Erfahrungen mit der Familiengeschichtsforschung.

Vielleicht möchten Sie mehr über Ihre eigene Familie erfahren. Vielleicht interessieren Sie sich für die regionale Geschichte oder möchten sich mit der Bedeutung der NS-Zeit für unsere Gegenwart auseinandersetzen. Auch wenn Sie sich bislang noch nicht mit Ihrer Familiengeschichte beschäftigt haben, sind Sie hier richtig.

Das Seminar bietet Raum für unterschiedliche Perspektiven, gemeinsame Fragen und einen respektvollen Austausch.

Was sollten Sie mitbringen?

Wenn Sie bereits Unterlagen oder Informationen zu Ihrer Familiengeschichte besitzen, können Sie diese gerne mitbringen. Dazu gehören beispielsweise:

  • alte Fotos und Familienbriefe,
  • Urkunden und andere Dokumente,
  • Aufzeichnungen oder Erzählungen aus der Familie,
  • bisherige Rechercheergebnisse und offene Fragen.

Auch wenn Sie noch keine Unterlagen besitzen, können Sie teilnehmen. Ein eigener Laptop ist hilfreich, aber keine Voraussetzung.

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an alle Menschen, die sich für Familiengeschichte, die NS-Zeit und deren gesellschaftliche Bedeutung interessieren. Es sind keine genealogischen Vorkenntnisse erforderlich. Der Austausch unterschiedlicher Erfahrungen und Perspektiven ist ausdrücklich willkommen.

Seminarleitung

 

Hinweis zur Haltung und Teilnahme

Wir möchten einen offenen, respektvollen und diskriminierungsfreien Raum für die Auseinandersetzung mit der Geschichte schaffen.

Wir behalten uns vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen den Zutritt zu verwehren oder sie von der Veranstaltung auszuschließen, wenn sie rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind.

Hinweis zur Barrierefreiheit

Unter Umständen sind Treppen zu bewältigen oder Wege zurückzulegen, die nicht für alle Mobilitätshilfen geeignet sind. Wenn Sie Fragen zur Zugänglichkeit haben oder Unterstützung benötigen, nehmen Sie bitte vorab Kontakt mit uns auf. Wir besprechen gerne gemeinsam, welche Möglichkeiten sich finden lassen.

Interesse geweckt?
Lassen Sie sich gerne unverbindlich für das Seminar vormerken (Anmeldeformular unten). Informationen zum Termin, zum Seminarpreis, zu möglichen Anerkennungen und zur Anmeldung folgen zeitnah.
 

(Titelbild:Foto von June Hansen auf Unsplash, Programmausschreibung mit KI-Unterstützung erstellt)

Preise

Wird zeitnah bekanntgegeben

Veranstaltungsort und -anfahrt

Nordsee Akademie, Flensburger Straße 18, 25917 Leck

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Fragen zur Veranstaltung

Anmeldung

Anmeldeschluss 13.08.2027
Mit den Ahnen in die Forschung: Genealogische Zugänge zu Nationalsozialismus, Erinnerungskultur und demokratischer Verantwortung 10/2027
Persönliche Angaben

Anmeldung für eine Person angelegt.

Arbeitgeber

Für die Anerkennung zum Bildungsurlaub benötigen wir die Daten von Ihrem Arbeitgeber. Sollten Sie an der Veranstaltung teilnehmen ohne Bildungsurlaub zu beanspruchen, können Sie dieses Feld frei lassen.

Abweichende Rechnungsadresse

Wollen Sie eine abweichende Rechnungsadresse angeben? Andernfalls verwenden wir für die Rechnung die oben genannten Daten. Informationen zur Bezahlung folgen kurz vor der Veranstaltung.

Zustimmungen

Wird zeitnah bekanntgegeben


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