Charlotte Haugg

Neues aus der Nordsee Akademie

Projektleiterin für das Projekt "Mehr als Vergangenheit" stellt sich vor

Seit Anfang Februar ist Charlotte Haugg als Koordinatorin für das Projekt "Mehr als Vergangenheit. Zeitgemäße Vermittlungsarbeit für Multiplikator*innen an den nordfriesischen KZ-Gedenkstätten" in der Nordsee Akademie tätig. Dahinter verbirgt sich eine Kooperation zwischen der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund und der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing. Das Projekt wird gefördert durch das Förderprogramm "Jugend erinnert" der Bundesregierung.

Die gebürtige Schleswig-Holsteinerin hat zunächst in Dresden Geschichte, Philosophie und danach in Greifswald Geschichtswissenschaften studiert. In ihrer Studienzeit beschäftigte sie sich intensiv mit verschiedenen Formen des Rechtspopulismus. Daraus entwickelte sie das Interesse, in der Prävention von rechtsextremistischem Gedankengut tätig zu werden. Dafür ist die Erinnerungsarbeit, die durch KZ-Gedenk- und Begegnungsstätten seit Jahrzehnten geleistet wird, ein gutes Beispiel. Ziel des neuen Projekts "Mehr als Vergangenheit" ist es, verschiedene Multiplikator*innen auszubilden, welche durch innovative und nachhaltige Konzepte die NS-Vergangenheit in Schleswig-Holstein auch in der Zukunft für Kinder und Jugendliche greifbar machen wollen.

Die in Nordfriesland gelegenen KZ-Gedenkstätten Ladelund und Husum-Schwesing verfolgen das Ziel einer historisch-politischen Bildungsarbeit, die einen Bezug zwischen Vergangenheit und Gegenwart herstellt. Dafür sollen im Rahmen des dreijährigen Bundesprojekts "Mehr als Vergangenheit" Multiplikator*innen aus- und weitergebildet werden. In enger Kooperation mit der Nordsee Akademie in Leck soll ein Programm entwickelt werden, in dem diese die Möglichkeit erhalten, Gedenkstättenarbeit innovativ zu denken und von einer breiten und theoretisch fundierten Basis aus historisch-politische und gegenwartsbezogene Bildungskonzepte für die Arbeit an Gedenkstätten zu entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt soll auf der Thematisierung und Einbeziehung aktueller gesellschaftspolitischer Entwicklungen in der Bildungsarbeit liegen.

Pressespiegel

Start neues politischer Bildung (Nordfriesland Tageblatt 3.1.2020)

Ausgangspunkte sind Ladelund und Schwesing (Wochenschau Südtondern 8.12.2019)

Zeitgemäßes Angebot schaffen (Flensborg Avis 13.11.2019)

 

28. Februar 2020