Geschichte zeitgemäß vermitteln (sh:z, NFT 16-06-2020)

Nordfriesland Tageblatt

Geschichte zeitgemäß vermitteln

Projekt der KZ-Gedenkstätten Ladelund und Husum-Schwesing sowie der Nordsee-Akademie richtet sich an Multiplikatoren.

75 Jahre nach den Verbrechen des Nationalsozialismus finden sich kaum mehr Zeitzeugen, die aus erster Hand über ihre Erlebnisse berichten können. Wie sollen Kinder und Jugendliche dann künftig auf anschauliche Weise über die NS-Geschichte erfahren? Vor dieser Herausforderung steht die zeitgemäße politisch-historische Bildungsarbeit insgesamt.

Die 27-jährige Charlotte Haugg geht diese spannende, aber nicht ganz einfache Aufgabe in Nordfriesland an. Sie ist Leiterin des Projektes "Mehr als Vergangenheit", eine Kooperation der KZ-Gedenkstätten Ladelund und Husum-Schwesing sowie der Nordsee-Akademie in Leck.Das Projekt richtet sich speziell an Multiplikatoren, die Schülern die NS-Geschichte auf zeitgemäße Weise näher bringen und diese so auch für demokratische Werte und Menschenrechte sensibilisieren.

Von Herbst an soll es in erste Workshops in der Nordsee-Akademie münden - für alle Menschen der Zielgruppe 20 bis 40 Jahre, die in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, Studierende, Auszubildende in sozialen Berufen, Lehrkräfte, Vikare oder auch angehende Bundeswehr-Soldaten. Diese Workshop-Reihen werden während der dreijährigen Laufzeit des Projekts stets im Frühjahr und im Herbst stattfinden - jeweils an Wochenenden.

In den Jahren 2021 und 2022 sollen dann noch Summer-Schools hinzukommen.Informationen gibt es auf der Webseite www.mehr-als-Vergangenheit.de Auch über das Fachportal des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) werden die Angebote online buchbar sein. Die ersten Workshop-Termine stehen bereits fest: 17./18. Oktober, 14./15. November, 5./6. Dezember und ein Abschlussseminar am 12. Dezember. Kontakt zu Projektleiterin Charlotte Haugg, Telefon 04662-870512 oder info@mehr-als-vergangenheit.de 

Geschichte zeitgemäß vermitteln (sh:z, NFT 16-06-2020) Quelle: Erschienen am 06. Juni 2020 in sh:z Nordfriesland Tageblatt